26.10.2019 | News
An der 22. Runde des bundesweiten Nichtraucher-Wettbewerbs „Be smart – don’t start“ nahmen 71 Düsseldorfer Schulklassen erfolgreich teil. Eine Gewinnerklasse war die ehemalige Klasse 6c, jetzt 7c des Goethe-Gymnasiums!
Für 5 Monate blieben die Schüler smart und haben „Nein“ gesagt zu Zigaretten, E-Zigaretten und Shishas. Ein Mal pro Woche haben zwei Schüler in meinem Biologie-Unterricht bei jedem Mitschüler nachgefragt, ob er rauchfrei geblieben ist und jeden Monat habe ich beim Veranstalter des Präventionskonzepts (IFT-NORD) den Erfolg rückgemeldet.
Parallel haben wir auf Wunsch der Klasse 6c an einem Logo-Wettbewerb für das Aktionsbündnis „Generation rauchfrei“ teilgenommen. Die Klasse hat sich nach langem Abwägen für ein Logo entschieden, das Rita wunderbar umgesetzt hat.
Dieses Logo wurde tatsächlich als Siegerlogo ausgewählt. Die gesamte Klasse 7c wurde zur Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs am 12.9.19 in die Joseph-Beuys-Gesamtschule eingeladen. Dort machten wir ein Foto mit dem Gesundheitsdezernenten Professor Dr. Meyer-Falcke und am 24.9.19 erschien der passende Artikel in der Rheinischen Post, den Sie unter folgendem Link lesen können: Düsseldorfer Schüler sagen Nein zum Rauchen.
Als Preis wurde der Klasse 7c ein Aufenthalt im „Superfly Air Sports“ überreicht. Das wird bestimmt ein toller Ausflug – und rauchfrei springt es sich auch leichter!
Smarte Grüße von
Jenny Icking
16.09.2019 | News
Das Goethe Gymnasium hatte die einmalige Möglichkeit vom 8. bis zum 12. Juli 2019 am Space Camp in Huntsville, Alabama teilzunehmen und die Faszination Raumfahrt während des „International Space Camps“ zu erleben. Sowohl Lehrer als auch Schüler aus allen Herrenländer – so z.B. Australien,Neuseeland, Costa Rica, Belgien, Österreich, Wales, England – konnten in bunt zusammengesetzten Gruppen verschiedene Aspekte des Astronautentrainings auf dem Gelände des U.S. Space and Rocket Centers hautnah erleben.
So gab es u.a. neben der Möglichkeit nur ein Sechstel der Schwerkraft mittels eines speziellen Stuhls zu erfahren auch die Gelegenheit, einen Multi-Axis-Trainer zu benutzen, der das Gefühl simulieren soll, das Astronauten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre haben. Neben der körperlichen Fitness spielten auch Faktoren wie Teamfähigkeit, schnelle Auffassungsgabe, hohe Konzentrationsfähigkeit und Entschlossenheit eine wesentliche Rolle beim Höhepunkt des Trainings: die mehrstündige simulierte Space Shuttle Mission. Dabei wurde die Gruppe aufgeteilt. Ein Teil übernahm die Aufgaben der Wissenschaftler und Techniker der ISS, andere flogen das Space Shuttle und ein weiterer Teil übernahm Mission Control. Das Space Shuttle brachte Cargo und neue Crew zur ISS, während dort Experimente durchgeführt wurden, die von der Mission Control überblickt wurden.
Da der Weltraumflug nicht ohne Tücken ist, mussten die einzelnen Teams immer wieder Probleme oder Anomalien während der Mission meistern, um alle sicher und gesund zur Erde zurückzubringen. Darüber hinaus sammelten die Teilnehmer in praxisorientierten und spielerischen Workshops Erfahrungen auf dem Gebiet der Technologie, Mathematik, Wissenschaft und des Maschinenbaus – so musste z.B. ein Hitzeschild für ein rohes Ei entwickelt werden, das einem Bunsenbrenner aus nächster Nähe für 3 Minuten standhalten musste. Wie in der echten Raumfahrt war durch Kostenzwänge und Zeitdruck die Kreativität gefordert. Inhaltlich abgerundet wurde dieser Teil des Trainings durch spannende und informative Vorträge von NASA Mitarbeitern, die einen tiefen Einblick in die Projekte der Zukunft (Stichwort „bemannte Mondlandung“) sowie die logistischen und technischen Herausforderungen dieser Umsetzung boten und allerhand Detailwissen zu Aspekten wie Raketenantriebtstechnologien, Brennstoffen, Energieeffizienz und vielem mehr bereithielten.
Auch hier wartete das Space Camp mit einem echten Highlight auf: Die Astronautin Wendy B. Lawrence, die selbst an vier Mission der NASA im Weltall teilgenommen hat, gab einen hautnahen Erfahrungsbericht über das Leben auf einer internationalen Weltraumstation (in ihrem Fall der Mir) und all die kleinen und großen Lösungen für die Tücken der Schwerelosigkeit, das Gefühl beim Start einer Rakete, den Essensplan von Astronauten und viele andere aufschlussreiche Details.
All dies wurde möglich gemacht durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Patenschaft von Thomas Jarzombek, der als Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt das Goethe Gymnasium als passende Schule für das Anforderungsprofil des Space Camps, sehr gute Englischkenntnisse sowie ein Fokus auf MINT – Fächer, ausgesucht hat. Neben all dem neuen Wissen werden insbesondere auch die Kontakte, die während der ereignis- und lehrreichen Woche in Hunstville geknüpft worden sind, in langer und vor allem guter Erinnerung bleiben.
Auch die Rheinische Post, sowie die Westdeutsche Zeitung berichteten über dieses außergewöhnliche Abenteuer. Klicken Sie auf die Links, um die Beiträge zu lesen.
08.09.2019 | News
Nachdem seit dem letzten Sponsorenlauf „Goethe-läuft“ schon wieder zwei Jahre vergangen waren, hieß es am 05.07.2019 wieder „Laufen im Aaper Wald“. In diesem Jahr liefen die Schüler für regionale Projekte, welche sie selbst ausgewählt haben. Hierbei gewannen die Elterninitiative Kinderkrebsklinik, die Palliativstation und der GuteNachtBus, alles gemeinnützige Organisationen aus Düsseldorf. Weitere 49% der Spendenbeiträge kommen den Schülern direkt zu Gute, denn sie fließen z.B. in die Sport- und IT-Ausstattung der Schule.
Bei angenehmen 24 Grad durften die Schüler eine abwechslungsreiche Strecke von 3km durch den Aaper Wald laufen. Hierbei wurden sie von Streckenlotsen und Wasserstationen unterstützt, diese wurden von Lehrern und Oberstufenschülern des Goethe-Gymnasiums betreut. Das Wasser wurde uns von der Haaner Felsenquelle sowie der AWO Düsseldorf gesponsert. Hierfür möchte sich das Goethe-Gymnasium noch einmal herzlich bedanken.
Als Rahmenprogramm gab es verschiedene Sportturniere, wie z.B. Basketball und Ultimate-Frisbee, bei welchen die Schüler ihren Klassenteamgeist beweisen mussten. Sie traten mit ihrer Klasse gegen die Parallelklassen an und konnten so ihren Klassenzusammenhalt stärken. Außerdem gab es auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches und reichhaltiges Sportlerbuffet, welches mit verschiedenen Köstlichkeiten (vor allem Gesundem) von den Schülern und Eltern bestückt wurde. Es war wieder großartig zu sehen, wie viele Leckereien zusammen gekommen sind und wie gut das gesunde Buffet von den SuS angenommen wurde. Auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön an alle, die etwas zum Buffet beigetragen haben, sowie die Eltern, welche den Buffetstand betreuten.
Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon darauf, den nächsten Sponsorenlauf in 2 Jahren zu planen.
Gregor Hiepler
17.07.2019 | Musik, News
Vom 27. bis 30. Juni fand im spanischen Lleida der internationale Klavierwettbewerb „Ricard Viñes Piano Kids and Youth“ statt. Sarina Schmidt, 8d gewann dabei den dritten Platz in ihrer Altersgruppe.
Im nach dem spanisch-katalonischen Pianisten Ricard Viñes benannten Wettbewerb zeigten 40 ihm nacheifernde Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 17 Jahren ihr Können am Flügel. Ricardo Viñes (eigentlich Ricard Viñes i Roda) wurde 1875 im katalonischen Lleida geboren. Der Pianist erlangte Berühmtheit, weil er viele Uraufführungen von Werken von Debussy, Ravel und anderen impressionistischen Komponisten spielte. Der komplette Wettbewerb wurde vom lokalen Fernsehen live im Internet übertragen. Sarinas Wettbewerbsvorspiel ist weiterhin hier für jedermann nachhörbar.
Sarina ist jetzt 14 Jahre alt und besucht die Klasse 8d, sie hat im Alter von 6 Jahren mit dem Klavierspielen angefangen. Seitdem hatte sie durchgehend bei Vera Surdina Unterricht, deren Tochter übrigens auch aufs Goethe ging. Sarina übt typischerweise etwa 5 Stunden am Tag. In den ersten Jahren natürlich weniger, es wurde aber schnell immer mehr und mehr…
von Andreas Schmidt
Caroline Piffka
07.07.2019 | Musik, News
Am Freitag, 5. Juli wurde bei einem Empfang im Innenhof des Rathauses das Frankreichfest (das größte seiner Art in Deutschland) von Oberbürgermeister Thomas Geisel, der aus Berlin angereisten französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, NRW Kultusministerin Isabelle Pfeiffer-Poensgen, und weiteren Rednern offiziell eröffnet. Neun Mitglieder der Orchester am Goethe- und Humboldtgymnasium unter der Leitung von Caroline Piffka und Ulrich Röver hatten die Ehre den Festakt musikalisch zu begleiten.
Nach dem Erklingen der Europahymne sagte Geisel, der gestern zum Ritter des französischen Nationalordens ernannt worden war, dass Europa nur funktionieren könne mit einem starken Rückgrat aus Deutschland und Frankreich. So wie die Kultusministerin betonte auch die Botschafterin, welch enges Band die beiden Länder verbindet und welch starkes Signal für die europäische Einheit vom Frankreichfest ausgehe. Die Hymnen des Gastgeberlandes und Frankreichs schlossen den offiziellen Eröffnungsakt ab. Bis Sonntag, 18 Uhr, zelebriert die Landeshauptstadt die deutsch-französische Freundschaft. Auf dem Fest werden wie gewohnt auf einem Markt an der Rheinuferpromenade vor allem kulinarische Spezialitäten aus dem Nachbarland angeboten, aber etwa auch Stände, wo französische Literatur gekauft werden kann. Aber auch Konzerte französischer Bands sind im Innenhof des Rathauses zu hören.
Für die beiden Orchester war es eine festliche Gelegenheit, die bereits bestehende Kooperation zwischen den Orchestern zu vertiefen.
Caroline Piffka
05.07.2019 | Musik, News, Theater
Am 2. und 3. Juli wurde die Oper „Die Zauberflöte“ durch den Unterstufenchor aufgeführt. Lesen Sie dazu eine Rezension von Martin Klein:
„Meine erste Zauberflöte habe ich am Stadttheater in Bielefeld gesehen. Später dann an der Staatsoper in Wien und zuletzt in Stummfilm-Ästhetik in Düsseldorf. Aber jetzt habe ich endlich einmal verstanden, worum es geht. Keine mühselige Programmlektüre – wie war das nochmal mit Mozart und den Freimaurern? – sondern die ganze Geschichte in einer Stunde. Große Oper in unserer Aula!
Schon in der Ouvertüre legte das Kammerorchester mit Streichern, Flöten, Klarinette und Klavier unter der Leitung von Caroline Piffka das Tempo vor und machte klar, dass hier keine langwierigen Verwicklungen, sondern ein spannendes Drama zu erleben war. In erfrischend schneller Folge überlebte Prinz Tamino (Arjun Hüsgen (2.7.) / Zoe Katzfey (3.7.)) den Angriff der bösen Schlange, freundete sich mit Papageno (Tom Hoareau-Schreiweis / Miyako Kowalsky) an und machte mit ihm die Reise zu Sarastro (Thomas Piffka) klar, um die schöne Pamina (Laura Becherer / Anouk Ohlenforst) aus dessen Fängen zu befreien.
Aber wie war das nochmal? Warum hat Sarastro Pamina entführt? Und was hat es mit der geheimnisvollen Königin der Nacht in diesem umwerfenden blauen Abendkleid (Anastasia Böhlhoff-Martin) auf sich?
In einer knappen Stunde gelingt es der Bearbeitung von Caroline Piffka, die ganze Geschichte auf höchst originelle Weise auf den Punkt zu bringen: In der Entführung Paminas zeigt sich der Streit der Erwachsenen um die Kinder. Auf der einen Seite die ehrgeizige aber wenig empathische Mutter: Die Königin der Nacht liebt ihre Tochter keineswegs unbedingt, sondern droht bei ausbleibendem Gehorsam mit Verstoßung. Auf der anderen Seite Sarastro, der selbstbezogene Oberlehrer im Elfenbeinturm, der meint, er wisse es besser: Nur unter seinem Einfluss könne aus Pamina der vollkommene Mensch werden, den er gerne sähe. Dabei gelingt es ihm noch nicht einmal, sein Faktotum Monastatos (Ben Stüttgen / Martha Herzog) unter Kontrolle zu bringen. Die Kinder stehen dazwischen. Der Weg zur Befreiung Paminas führt gleichzeitig zur Befreiung von den Erwartungen der Erwachsenen: Die Prüfungen werden ohne großes Aufhebens bewältigt. Papageno denkt gar nicht daran, den Forderungen Sarastros genüge zu tun. Er verfolgt sein eigenes Projekt und findet in Papagena endlich die ersehnte Freundin. Auch Tamino und Pamina finden zueinander. Sarastro sieht in ihnen seine künftigen Nachfolger und will ihnen gönnerhaft das Szepter seiner Macht überreichen. Die jungen Leute aber lehnen ab. Sie haben offenbar eigene Pläne und wollen sich nicht vereinnahmen lassen. Das Szepter geht zurück an die Erwachsenen und führt prompt zu neuem Streit zwischen Sarastro und der Königin der Nacht. Mit den beiden Alten ist offensichtlich nichts anzufangen.
Eine Aufklärungsoper: „Sapere aude! Habe Mut dich, deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Mach die frei von den Erwartungen der Großen. Aha, die Zauberflöte passt also auch inhaltlich gut in unsere Schulaula.

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Musikalisch wurde die rasante Geschichte von den bekannten Melodien getragen, die Caroline Piffka geschickt arrangiert hat. Inklusive der Arie der Königin der Nacht. Die Solisten überzeugten durch gesangliche Sicherheit und der erstaunlich stimmgewaltigen Chor – immerhin Fünft- und Sechstklässler – gab dem ganzen einen bedeutungsvollen, ja festlichen Rahmen. Man fragt sich, wie man eine solche Zahl von Menschen, Stimmen und Instrumenten dazu bewegt, so harmonisch zusammenzuspielen. Der komplette Chor bewegte sich in lebendigen Choreographien über die Bühne, tanzte und jubelte. Auch das Bühnenbild ließ keine Wünsche offen. Unmengen von Kartons wurden binnen Sekunden durch geschickte Drehung zu Wald, Palast oder Tempel. Dabei merkte man der gesamten Besetzung eine große Spielfreude an. Monostatos hatte wohl nur darauf gewartet, einmal seine animalische Seite auszuspielen. Die Ernsthaftigkeit Taminos stand der freundlichen Naivität Papagenos gegenüber. Der Chor bejubelte den gravitätisch einher schreitenden Sarastro wie einen Führer, konnte aber auch wie ein Uhrwerk zu den Klängen des Glockenspiels tanzen.
Großartig, wenn Zehnjährige auf diese Weise in die Welt der Oper eingeführt werden! Das ist etwas anderes als „psst!“ und stillsitzen.
Darf ich mir etwas wünschen? Wenn es möglich ist, schwierige Stoffe so leicht und schön auf die Bühne zu bringen, wie wäre es dann nächstes Jahr mit Wagner? Ich fand ihn immer etwas anstrengend, aber jetzt habe ich Hoffnung. Vielleicht erst einmal das Rheingold und dann den ganzen Ring bis zur Götterdämmerung… Für heute aber erst einmal: Danke!“
von Martin Klein
Caroline Piffka