Diercke WISSEN 2022

Diercke WISSEN 2022

Mohammed Alyaqoob (9d) hat an Deutschlands größtem Geographiewettbewerb teilgenommen und den Sieg auf Schulebene erlangt. Nun müssen nur noch zwei Hürden überwunden werden! Nachdem Mohammed den Klassensieg erreichte, konnte er sich danach als Sieger des Goethes gegen seine Mitschüler:innen durchsetzen und qualifizierte sich somit für den Landesentscheid Ende März in unserem Bundesland NRW. Damit würde sich der 15-jährige Mohammed einen Platz im großen Finale von Diercke WISSEN am 10. Juni 2022 in Braunschweig sichern, in dem die besten Geographieschüler/innen Deutschlands gegeneinander antreten.

Diercke WISSEN ist mit über 310.000 Teilnehmern Deutschlands größter Geographiewettbewerb und in jedem Jahr eine gefragte Veranstaltung für die Schulen in Deutschland und die deutschen Schulen im Ausland. „Nach zwei Jahren ohne Bundesfinale soll Diercke WISSEN 2022 wieder seinen gebührenden Abschluss in Braunschweig finden. Das Schulfach Geographie ist DAS Zukunftsfach! Es bietet Raum zur Thematisierung der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie dem Klimawandel, weltweiter Migration oder Ressourcenendlichkeit. Der Wettbewerb trägt zusammen mit den Schülerinnen und Schülern die Relevanz geographischer Bildung in die  Öffentlichkeit“, erläutert Simone Reutemann, die 2. Vorsitzende des VDSG (Verband Deutscher Schulgeographen e. V.).

Thomas Michael, der Geschäftsführer des Westermann Verlages, freut sich, dass Diercke WISSEN 2022 wieder in gewohnter Struktur stattfinden wird: „Trotz Ausbleibens des Bundesfinales in den vergangenen zwei Jahren haben wir einen riesigen Zuspruch der Schulen für diesen Wettbewerb erfahren. Der Erfolg zeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Unterrichtes für geographische Inhalte interessieren. Das enorme Engagement der Schulen trägt zu diesem Erfolg bei.“

 

Johannes Budde
Charlotte Stüttgen (Q2) – eine der besten Geographieschülerinnen NRWs

Charlotte Stüttgen (Q2) – eine der besten Geographieschülerinnen NRWs

Mit Zuversicht und viel Ehrgeiz versammelten sich mehrere interessierte Schüler:innen unserer Oberstufe und versuchten sich an den Aufgaben des Vorentscheids der internationalen Geographieolympiade. Es war das zweite Mal, dass der alle zwei Jahre in Deutschland stattfindende geographische Wettbewerb auf englischer Sprache am Goethe-Gymnasium durchgeführt wurde und dieses Mal war der Wunsch auf das Siegertreppchen besonders groß, denn die Gewinnenden erwartet eine zweiwöchige Reise zum internationalen Kongress der Geographie – im Sommer 2022 in Paris!

In insgesamt rund 90 Minuten beantworteten unsere Teilnehmenden viele Fachfragen in Form von zwei Kurzklausuren sowie einem Multiple-Choice-Test und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Auch wenn der Einzug ins Bundesfinale nur knapp verpasst wurde (pro Bundesland nimmt dort jeweils der/die beste Schüler:in teil), erreichte Charlotte Stüttgen als Schulsiegerin die TOP 3 in NRW und bewies, dass auch wenn es für die weiteren Wettbewerbsstufen nicht ausgereicht hat, sie auf jeden Fall viel für die anstehende Abiturprüfung mitnehmen kann. Ihr und Meera Selvanayagam und Theresa Welbers, beide aus der Q1 sowie Trung Ho aus der EF gratuliert die Fachschaft Erdkunde zur Teilnahme und wünscht für das zweite Halbjahr weiterhin viel Erfolg!

Foto: Meera Selvanayagam, Charlotte Stüttgen und Theresa Welbers (v.l.n.r.)

 

Johannes Budde
Chinakohl vom Niederrhein – Nachhaltige Landwirtschaft hautnah miterleben

Chinakohl vom Niederrhein – Nachhaltige Landwirtschaft hautnah miterleben

Die Message scheint angekommen zu sein: Ein bewussterer Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen wird immer wichtiger, für jede:n von uns. Besonders beim Thema „Ernährung“ ist einerseits in unserer globalen Gesellschaft noch viel Spielraum offen, andererseits ist die Hürde für Einzelpersonen, selbst einen Teil zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen, oft gar nicht so hoch wie gedacht. Um also bereits frühzeitig Handlungswege aufzuzeigen, führt die schulische Laufbahn für viele Schüler:innen bei uns über einen Besuch auf dem Bioland Lammertzhof in Kaarst bei Neuss. Dort konnte auch in diesem Winter wieder erkundet werden, wie einige unserer Lebensmittel vom Saatgut bis zu uns auf den Tisch gelangen – und das in vielen Bereichen bereits klimaneutral, vor allem aber auch ökologisch.

Ein Highlight der Q1-Geographie-Exkursion war diesmal allerdings das live Erlebnis der hofeigenen Wildjagd auf den umliegenden Feldern – mitsamt Begutachtung eines erlegten Hasen, bei dessen Anblick sicher einigen die Lust auf Fleisch vergangen ist. Zum Glück klärten auch hier die Hofbesitzer unsere große Gruppe Jugendlicher auf, weshalb eine solche Jagd durchaus mit Aspekten des Naturschutzes zu vereinbaren ist, ja sogar einen aktiven Umweltschutz in einer Nutzlandschaft darstellt. Herr Hannen Senior und Junior nahmen sich über den gesamten Besuch hinweg auch diesmal wieder ausführlich Zeit, über biologisch-nachhaltige Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels zu informieren und alle Fragen nach einer Ernährungssicherung bei einer steigenden Weltbevölkerung aus ihrer Sicht zu beantworten, oder zumindest Impulse zum Nachdenken für die Schüler:innen und ihre Lehrkräfte zu setzen.

 

Johannes Budde
Nachhaltige Landwirtschaft für alle – geht das?

Nachhaltige Landwirtschaft für alle – geht das?

Am 09.01.2020 besuchten wir mit dem Erdkunde Leistungskurs der Jahrgangsstufe Q1 den Bio-Bauernhof „Lammertzhof“ in Büttgen bei Kaarst. Bereits am Treffpunkt im hofeigenen Bioladen des Gastgebers war direkt zu erkennen, womit sich der Bauernhof identifiziert.

Zuerst hieß uns Heinrich Hannen, der Eigentümer des Bauernhofes, herzlich willkommen und berichtete uns ein paar Fakten über seinen Bauernhof. Er erklärte, wie der Hof gegliedert ist, aber vor allem thematisierte er den Wandel, den der Hof seit seiner Gründung im Jahr 1864 durchlebt hat. Besonders hervorstechend ist nämlich, dass die vorherigen Generationen seiner Familie alle konventionelle Landwirte waren. Erst seit Herr Hannen den Hof führt sind grundlegende Veränderung im Betrieb eingeführt worden.

Danach führte uns der Biolandwirt über seinen Bauernhof und zeigte uns seine Felder, sein Gewächshaus und wir sahen die Mitarbeiter bei ihrer alltäglichen Arbeit. Der Hof ist wie ein kleines Unternehmen: Hier haben rund 55 Mitarbeiter eine Arbeitsstelle in unterschiedlichen Bereichen. Zudem wird eine kaufmännische Ausbildung angeboten. Wir sahen im Verlauf der Führung, wie naturbelassen die Felder und die Erträge sind und wie nachhaltig die ganze Produktion abläuft. Darauf legt Hannen sehr viel Wert, weshalb er auch viel Geld in seinen Hof und seine Ideen investiert. Zusätzlich investiert er viel Zeit in seine Arbeit, die nicht nur auf dem Feld stattfindet, sondern mittlerweile vor allem im Büro. Tagtäglich verbringt er hier weit über zehn Stunden und das fast das ganze Jahr über, ohne Ferien; nur sonntags bleibt mittlerweile etwas Zeit zum Ausschlafen. Die Kraft für diesen Knochenjob schöpfe er, so seine Worte, aus der Leidenschaft, mit der ökologischen Landwirtschaft etwas Gutes für Mensch und Umwelt zu tun. Diese Motivation war deutlich zu erkennen, als er uns im Anschluss an die Hofführung sehr umfassend und mit viel Zeit all unsere Fragen beantwortete, die bei der Vorbereitung auf die Exkursion und während dieser aufgekommen waren.

Zurück am Goethe beschäftigte uns dann vor allem eines: Was hat der Ausflug bei uns persönlich bewirkt?

Im Unterrichtsgespräch sind wir zu verschiedenen Meinungen gelangt, die jedoch alle das Thema Nachhaltigkeit betrafen. Der Begriff der Nachhaltigkeit meint, ein Gefüge aus Vorgängen und Abläufen zu schaffen, welches für mehrere Jahre und sogar Generationen harmoniert – in etwa wie ein Kreislauf, also ein System, das ohne Probleme langfristig funktioniert.

Im Falle der ökologischen Landwirtschaft am Beispiel vom Lammertzhof ließ sich deutlich erkennen, dass dieses System weit mehr umfasst, als man zunächst vermutet. Somit werden nicht nur die landwirtschaftlichen Produkte (also das Obst, Gemüse usw.) nachhaltig streng biologisch produziert, sondern sind beispielsweise die Dächer der Haupthalle mit einer bis zu 20 cm dicken Erdschicht bedeckt, dank welcher besonders geeignete Pflanzen das Dach begrünen. Diese Pflanzen sorgen für eine Absorption des CO2 aus der näheren Umgebung.

Des Weiteren ist besonders der Aspekt des Konsumverhaltens aufgekommen, denn die Exkursion hat uns allen unser eigenes Konsumverhalten vor Augen geführt. Nachhaltige Landwirtschaft funktioniert nicht, ohne dass auch wir Menschen unseren Teil zum Kreislauf beitragen, denn wir beeinflussen maßgeblich, ob dieser überhaupt funktioniert. Ein kontrolliertes Konsumverhalten heißt nicht gleich, dass jede*r vegetarisch/vegan leben muss, es heißt, dass man die Bio-Landwirtschaft mit einem Kauf ihrer Produkte unterstützt. Man sollte auf das billige Fleisch, die Tomate im Sonderangebot verzichten, sowohl in Supermärkten als auch in Fast-Food Restaurants. Man sollte sich zudem vor Augen führen, ob ein Tierleben wirklich so wenig wert sein kann und was man bei dem Verzehr von billigen Lebensmitteln eigentlich zu sich nimmt. Letztendlich geht es bei der Diskussion um unser Konsumverhalten nicht darum, anderen ein schlechtes Gewissen einzureden, sondern um das Schaffen eines Bewusstseins für den eigenen Konsum und die damit verbundene Verantwortung.

All diese Aspekte und Argumente haben wir aus der Hofführung mitnehmen können. Sie gab uns neue Einblicke in die Welt der Landwirtschaft und sogar politische Perspektiven wurden uns in diesem Rahmen nähergebracht. Insgesamt war es für unseren Kurs eine großartige und wichtige Erfahrung, die nicht nur hilfreich für unseren Unterricht ist, sondern uns vor allem auch im zukünftigen Leben unseren Alltag begleiten wird.

 

Johannes Budde
Exkursion der Klasse 5c zum Bioland Lammertzhof

Exkursion der Klasse 5c zum Bioland Lammertzhof

Wir essen täglich Nahrungsmittel, die in Landwirtschaftsbetrieben produziert werden. Woher aber genau kommen unsere Lebensmittel? Wie werden Fleisch, Eier, Obst und Gemüse heute in der modernen Landwirtschaft erzeugt? Wie hat sich die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten verändert? Wie unterscheidet sich die ökologische Landwirtschaft von der konventionellen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Klasse 5c im Rahmen der Unterrichtsreihe „Landwirte versorgen uns“  in ihrem Erdkundeunterricht. 

Um den Schülerinnen und Schülern einen handlungsorientierten Zugang zu den erlernten Unterrichtsinhalten zu ermöglichen, besuchte die Klasse 5c am 06. Juni 2018 den Lammertzhof in Kaarst. Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein lernten die Schüler in einer zweistündigen Hofführung alles rund um die biologische Erzeugung unserer Lebensmittel und deren Vermarktung im Hofladen bzw. als Ökokiste. 

Die Schülerinnen und Schüler konnten live erleben, wie weitläufig Hühner in der ökologischen Landwirtschaft gehalten werden und mit welchem Aufwand und welcher Hingabe verschiedenste Lebensmittel wie Kartoffeln, Gurke, Tomaten, Salat oder rote Beete angebaut werden. So durfte die Klasse 5c die Hühner in ihrem Freigehege besuchen, den Mitarbeitern beim Unkrautjäten zusehen, die Felder durchqueren und außerdem auch noch all die verschiedenen Lebensmittel erntefrisch verkosten. Sie erhielten nebenbei viele Informationen über die ökologische Bestellung von Feldern und den nachhaltigen Anbau im Gewächshaus, über Fruchtfolgen und die bedarfsgerechte Düngung mit Hilfe von Leguminosen. Auch die Packstationen für die Ökokisten sowie die Vorführung der Kartoffelsortieranlage standen auf dem Programm. Im Anschluss an die Führung interviewten die Schüler den Landwirt Herrn Hannen und nach einer weiteren halben Stunde voller spannender Fragen und Antworten blieb noch ein wenig Zeit, um auf dem Spielplatz zu toben oder den Hofmarkt zu erkunden und das Taschengeld für ökologisch angebaute Erdbeeren oder Süßigkeiten auszugeben. 

 

Annika Hähr 

 

Exkursion zum Lammertzhof

Exkursion zum Lammertzhof

Bauernhofexkursion der Klasse 5c und von Studenten des Interdisziplinären Projektes Gesunde Ernährung für Kinder der Bergischen Universität Wuppertal am 22. Januar 2017

Wir essen täglich Nahrungsmittel, die in Landwirtschaftsbetrieben produziert werden. Doch wie werden Fleisch, Eier, Obst und Gemüse in der modernen Landwirtschaft erzeugt? Welche Nahrungsmittel sind gesund? Wie unterscheidet sich die ökologische Landwirtschaft von der herkömmlichen? Und was hat Essen mit unserem Klima zu tun?

Im Rahmen eines Erdkundeprojekts zur Unterrichtsreihe „Landwirte versorgen uns“  besuchte die Klasse 5c den Biobauernhof Lammertzhof in Kaarst. Bei frostigen Temperaturen und eisigem Wind lernten die Schüler in einer anderthalbstündigen Hofführung alles rund um die biologische Erzeugung unserer Lebensmittel und deren Vermarktung im Hofladen bzw. als Ökokiste. Neben der anschaulichen Darstellung, wie eng Mastschweine in der traditionellen Landwirtschaft eingepfercht werden und unter welchen unwürdigen Bedingungen sie ihr Leben fristen, konnten die Schüler die Vorteile einer ökologischen Landwirtschaft live erleben. Sie durften die Schafe füttern und die Hühner in ihrem Freigehege besuchen. Sie erfuhren über die ökologische Bestellung von Feldern und der nachhaltigen Anbau im Gewächshaus, über Fruchtfolgen und die bedarfsgerechte Düngung mit Hilfe von Leguminosen. Auch die Packstationen für die Ökokisten sowie die Vorführung der Möhrenwaschanlage standen auf dem Programm. Im Anschluss an die Führung interviewten die Schüler den Landwirt Herrn Hannen und nach einer weiteren Stunde voller Fragen und Antworten blieb noch ein wenig Zeit, den Hofmarkt zu erkunden und auf dem Spielplatz mit großer Baumschaukel und Traktor zu toben.

faecher_erdkunde07Die Vor- und Nachbereitung der Exkursion fand in Kooperation mit dem Fachbereich Geographie der Bergischen Universität Wuppertal statt. Gemeinsam mit Studenten des Interdisziplinären Projektes „Regionale Nahrungsmittel für Kinder“ (Dozentin Frau Dipl. Geogr. Ina Jeske) bereiteten die Schüler des Goethe-Gymnasiums die Exkursion im Unterricht vor und nach und setzen sich mit vielen Fragen rund um gesunde Ernährung auseinander. Dabei wurden umfangreiche Materialien eingesetzt, die verschiedene Studentengruppen des Interdisziplinären Projektes erstellten. Die Erarbeitung fand in Form eines Gruppenpuzzles statt und beinhaltete neben der Erarbeitung von informativen Texten, kleineren Experimenten, Erkundungsaufträgen in der näheren Umgebung und Interviews auch kreative Auseinandersetzungen mit dem Thema in Form von Gedichten, Rezepten und Tagebucheinträgen. Die Projektergebnisse wurden in Form von Sammelmappen dokumentiert und ausgestellt.

Insgesamt war das gemeinsame Projekt zwischen Schule und Universität eine lehrreiche und tolle Erfahrung für beide Seiten.

 

Ursula Steffen