Künstlerin gestaltet Zaun für Goethe-Gymnasium

Künstlerin gestaltet Zaun für Goethe-Gymnasium

Von Nicole Kampe

Ein grauer hoher Zaun hat den Eingang zur Schule bisher verschlossen – trist, langweilig, ein Zaun, so wie er vor vielen Schulen steht. Das soll sich bald ändern, erste Überlegungen zur Umgestaltung des Zauns am Goethe-Gymnasium gab es bereits bei der Planung zum Anbau. Der ist in vollem Gange, das Richtfest ist schon gefeiert worden. „Es hat sich gezeigt, dass der Handlungsbedarf groß ist“, sagt Jörg-Thomas Alvermann, Vorsitzender der Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum in Düsseldorf. „Die Schule hat sich nach außen hin nicht richtig wahrgenommen gefühlt.“ Er stellte jetzt in der Bezirksvertretung 2 Pläne vor, wie aus einem Zaun Kunst wird. Nicht nur für die Schule, die Schüler und Lehrer. Der Zaun soll Kunst sein für den Stadtteil, er soll einladen, drumherumzugehen, dort zu verweilen, sich auseinanderzusetzen mit den Elementen, die eingearbeitet worden sind.

Selma Gültoprak aus Köln ist die Künstlerin, die das Projekt umsetzen wird. Sie hat bereits aus Metallplatten Formen geschnitten, die in der Kunstschmiede weiter bearbeitet wurden und werden. „Das Thema Goethe spielt eine Rolle“, sagt Alvermann. Und das Konzept ist noch nicht fertig. Vier Workshops wird es noch geben im Goethe-Gymnasium, mit Schülern aus dem Kunstkurs etwa, die weitere Elemente erarbeiten werden für den Zaun.

[…] Zwei Dinge hat sie verbunden, die sowohl die Kommission als auch den Schulleiter Ralf Schreiber überzeugten: Zum einen umschließt der Zaun die Schule, versteckt sie auf der anderen Seite aber nicht, „der Zaun ist eine Einladung“, erklärt Alvermann. Er hofft, dass weitere Elemente entlang der Schumann- und der Goethestraße eingesetzt werden können. „Bisher reicht das Geld nur für die 62 Meter an der Lindemannstraße“, sagt Alvermann. 120.000 Euro ist die Auslobungssumme. Das kurze Stück an der Goethestraße würde zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten, das längere entlang der Schumannstraße 60.000 Euro. Einen kleinen Teil der Finanzierung könnte auch die Bezirksvertretung übernehmen, bot am Ende der Präsentation Bezirksbürgermeister Uwe Wagner (SPD) an.

Hier können Sie das Originalbild von Selma Gültoprak sehen.
Klicken Sie bitte auf das Foto, um es zu vergrößern

 

Quelle: rp-online.de

Abschied von Irmgard Hedderich

Abschied von Irmgard Hedderich

Am 12. Juli fand das historische Kolloquium der Fachschaft Geschichte statt, mit dem wir Irmgard Hedderich in den Ruhestand verabschiedeten. Über Jahrzehnte hat sie den bilingualen Geschichtsunterricht aufgebaut und getragen. Jetzt wollten wir sie noch einmal als Geschichtswissenschaftlerin und Zeitzeugin ins Gespräch bringen.

Eine Doppelstunde lang versammelten sich interessierte Lehrer und Schüler zwischen Klasse 6 und Q2 zum historischen Diskurs.  

Nach einer kompakten biographischen Skizze, in der uns Frau Hedderich über ihre Dorstener Herkunft aufklärte, vertieften wir uns ausgehend von einem Ausschnitt der Harald Schmidt-Show, in der selbiger mit Oliver Pocher den letzten Band der Gesellschaftsgeschichte Hans-Ulrich Wehlers mit Playmobil nachbaut, in die Nachkriegsgeschichte. Im Gespräch mit Wehler zeigte sich Frau Hedderich als ebenso kluge wie kritische Historikern und interpretierte sich selbst als Quelle. Damit gab sie uns einen anschaulichen und kurzweiligen Einblick in die alte Bundesrepublik. Es ging um Wiederaufbau und Kalten Krieg, die Deutsche Teilung, die Leistungsgesellschaft, den „Fahrstuhl-Effekt“, das Thema Vergangenheitsbewältigung und nicht zuletzt um die Wandlungen von Schule. Das, was wir sonst nur aus Geschichtsbüchern kennen, verband Frau Hedderich mit ihrer eigenen und der Geschichte ihrer Generation. Wir haben sie noch einmal neu kennengelernt als einen politisch wachen Menschen, der keine Angst vor der Vielfalt politischer Meinungen hat und auch schon mal bei der DKP vorbeischaut, der aber trotzdem über einen festen Werte-Kompass mit klarer Peilung verfügt (im Moment ja ein ziemlich aktuelles Thema).

Wir konnten zumindest ahnen, dass das, wofür Frau Hedderich – unsere Unterstufenmama – an unserer Schule stand, etwas mit ihren eigenen schulischen Erfahrungen zu tun hat. Am Ende war klar, es gibt noch viel zu besprechen und Frau Hedderich wird wohl noch einmal zur Vertiefung in den normalen Unterricht kommen müssen.  

Danke, Irmgard, für diesen wirklich besonderen Geschichtsunterricht und danke für die Jahre am Goethe!     

 

Martin Klein 

Jam Live feat. Poetry Slam – ein Abschied

Jam Live feat. Poetry Slam – ein Abschied

Am 28. Juni, kurz vor den Sommerferien, gab die Schülerband Jam ein vorläufiges Abschlusskonzert in der Aula. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hörten zahlreiche Besucher die Band an diesem Abend zum letzten Mal in ihrer aktuellen Zusammensetzung, da fünf der Bandmitglieder (Svenja Klefisch, Anis Ritz-Rahman, Tobias Walter, Brian Roth und Ricardo Comparini) das Goethe Gymnasium in diesem Schuljahr verlassen haben. Freudig ist allerdings der Anlass ihres Gehens: das bestandene Abitur, zu dem wir ihnen herzlich gratulieren. Weiterhin Mitglieder der Band sind Bjarne Ruczinska (9), Jakob Lingen (Q1),  Mattia Comparini (Q2) und Florian Grawe (Q2). Interessierte Sänger und Instrumentalisten können sich gerne an Frau Endenich wenden.

Zur Fotogalerie hier klicken

Die Band beeindruckte die Zuschauer mit einer Bandbreite gecoverter Popsongs von den Dire Straits bis zu Ed Sheeran. Sie konnten hier erneut erfahren, dass die vielen und mühsamen Proben sich am Ende auszahlen, denn sie bewiesen ein hohes musikalisches Niveau.

Neben der Band traten auch vier der Poetry Slammer aus der Poetry Slam AG des Goethe (Enja Brockmann Q1, Rose Hörsting Q2, Gabriella Asante Bedinko Q2, Hasan Koc Q2) mit ihren selbstgeschriebenen Texten auf. Sie begeisterten das Publikum mit tiefgründigen und persönlichen Gedichten, die sie mutig und professionell auf der Bühne präsentierten. Zwischen den musikalischen Beiträgen regten sie mit Themen wie Smalltalk, Tagträumen oder Liebe zum Mit- und Nachdenken an.

Insgesamt war es ein unterhaltsamer Abend in lockerer, ungezwungener und tanzbarer Atmosphäre, der unbedingt wiederholt werden sollte.

Die nächsten Termine für Bandauftritte oder Poetry Slam Veranstaltungen finden Sie im Vorfeld als Ankündigung auf der Homepage.

 

Linda Endenich  Sarah Kohlstadt  Tim Röwekämper 

 

 

Historische Wandkarte aus dem Jahr 1938 restauriert

Historische Wandkarte aus dem Jahr 1938 restauriert

Während der Sommerferien hat unsere ehemalige Schülerin Malin Möhrke (Abitur 2014) unsere arg ramponierte historische Wandkarte aus dem Geschichts-Fachraum restauriert. 

Die Wandkarte stammt aus dem Jahr 1938 und stellt die Geschichte des Ersten Weltkriegs dar. In den vergangenen 80 Jahren hat sie sehr gelitten. Ein großer Riss zog sich quer über Nordeuropa und flächendeckend bröckelte das bedruckte Papier ab.

Malin Möhrke absolviert in Köln ein Studium zur Restauratorin und ist spezialisiert auf Fotografien und Grafik. In präziser Detailarbeit hat sie den großen Riss geschlossen, die zahlreichen Fehlstellen ausgebessert und das Kartenbild retuschiert. 

Für uns ist die Karte eine wichtige Quelle , die viel darüber verrät, was die Schülerinnen damals über den Weltkrieg (noch war es nicht der Erste) lernten. Eine Erklärung der Karte gibt es hier. 

Wir danken dem Förder- und dem Ehemaligenverein, die die Kosten übernommen haben. 

 

Martin Klein 

 

Sommerkonzert 2018

Sommerkonzert 2018

In der vollbesetzten Aula präsentierten am Montag, 9. Juli Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen des Unterstufenchores, des Goethe-Chores und des Orchesters die Ergebnisse der Proben des letzten halben Jahres . Der musikalische Bogen reichte vom Barock bis zu Charts, dadurch entstand ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Abend.

Der Unterstufenchor bezauberte durch kindliche Frische, der Goethe-Chor beeindruckte mit sauber geführten mehrstimmigen Chorsätzen, das Orchester zeigte, dass man kein ausgewachsenes Symphonieorchester benötigt, um große Musik zu spielen und die Band, auf dem Höhepunkt ihres Könnens, knüpfte an die Lockerheit des Bandkonzerts zu Beginn des Monats an.

zur Fotogalerie

Besonders gelungen war dabei, dass einige Stücke von mehreren Ensembles musiziert wurden, wie der mitreißende Can Can, dargeboten durch beide Chöre und das Orchester, sowie das Schlussstück, aufgeführt von allen Ensembles.

Leider wurden wieder tragende Musikerpersönlichkeiten aus Orchester und Band (wegen Abiturs) verabschiedet. Wir weinen ihnen nach und freuen uns mit ihnen!

Glückliche Kinder, beseelte Lehrer und stolze Eltern freuten sich auf den bald nahenden Beginne der Sommerferien, auf die das Publikum eingestimmt wurde.

Klicken Sie auf das Foto, um einen kleinen Eindruck vom Konzert zu bekommen

 

Caroline Piffka 

 

Schülerin erhält Sonderpreis der Uni Bonn

Schülerin erhält Sonderpreis der Uni Bonn

Lilly Samen (17), Q1 hat im Mai dieses Jahres einen mit 200 € dotierten Sonderpreis der theologischen Fakultäten der Universität Bonn für Ihre Facharbeit im Grundkurs katholische Religion gewonnen. Sie hat sich auf außergewöhnlich hohem Niveau mit der Frage beschäftigt, was eigentlich gemeint ist, wenn man Jesus den Messias nennt. Lesen Sie hier ein Interview mit der preisgekrönten Schülerin, geführt von Leonardo Schmidt und Tobias Tolls, beide Q1 (auf dem Foto links, bzw.rechts):

Goethe Gym.: Worum geht es in deiner Facharbeit?

Lilly Samen: Grob gesagt geht es um Jesus. Man weiß nicht, ob er sich selber als Sohn Gottes gesehen hat. In den Quellen, die wir über Jesus haben, wird er oft als Menschensohn bezeichnet. Einen besonderen Fokus habe ich auf die Sicht Ratzingers gelegt, weil er sich gegen die Auslegung stellt, die gerade im Trend ist.

GG: Hattest du außer deinem Lehrer Herrn Klein Personen, die dir geholfen haben?

LS: Meine Freundin Moni hat mir geholfen, weil wir viel darüber geredet haben, wie man generell eine Facharbeit schreibt. Mein Vater hat mir auch geholfen, mit ihm habe ich  einmal über Ratzinger diskutiert.

GG: Was ist denn für Laien interessant an deiner Facharbeit?

LS: Was ich selber am interessantesten fand, war die Frage die Ratzinger aufwirft: Was hat die Bibel, ein Dokument der Vergangenheit, uns heute im Glauben zu bieten?

GG: Wie bist du beim Schreiben deiner Facharbeit vorgegangen?

LS: Ich habe sehr kontinuierlich gearbeitet und mir sogar einen Plan gemacht, der aber im Endeffekt nicht funktioniert hat. [lacht] Ich hatte geplant, drei Wochen vor der Abgabefrist fertig zu sein. Diese drei Wochen habe ich dann aber doch noch gebraucht. Dank dem Plan habe ich früh genug angefangen.

GG: Welcher Arbeitsschritt hat am längsten gedauert?

LS: Das eigentliche Schreiben hat nicht lange gedauert, das Lesen auch nicht. Am zeitintensivsten war das Herausschreiben und verknüpfen von Stichpunkten, weil ich über 20 Bücher hatte, in denen mal mehr und mal weniger zu meinem Thema stand.

GG: Was für einen Preis hast du gewonnen?

LS: Ich hatte von einer Freundin erfahren, dass es an manchen Universitäten Preise für Facharbeiten gibt und mich dann bei der Uni Bonn beworben. Die Universität hat dann bei Herrn Klein angerufen und ich bin zur Preisverleihung in Bonn gefahren. Ich habe aber keinen dritten bis ersten Platz gewonnen, sondern den Sonderpreis „Exegese“ (das heißt die Auslegung der Bibel), weil die Arbeit den Rahmen einer Facharbeit gesprengt habe und wohl auch als Seminararbeit hätte durchgehen können.

GG: Der Preis war mit 200€ dotiert. Was hast du mit dem Geld vor?

LS: Ich mache gerade meinen Führerschein und habe jetzt schon alles für Fahrstunden ausgegeben.

GG: Wie hat dein Umfeld darauf reagiert, dass du diesen Preis gewonnen hast?

LS: Meine Eltern waren stolz auf mich. Ciara, eine Freundin von mir, war auch bei der Preisverleihung; wir haben uns alle sehr gefreut, ich mich selbst natürlich auch. Herr Litz von der Schulabteilung des Erzbistums Köln hat mir bei der Preisverleihung gesagt, ich solle Theologie studieren, da hat es mich natürlich auch gefreut, dass ich bestärkt wurde, etwas in diese Richtung zu machen.

GG: Du hast dich ja sehr intensiv mit Joseph Ratzinger beschäftigt. Was hättest du ihm zu sagen, falls du ihn treffen würdest?

LS: Ich hatte meine Facharbeit mit ein paar weiterführenden Fragen beendet, eine davon war von Rudolf Bultmann. Er warf die Frage auf ob es überhaupt wichtig ist, was Jesus von sich selbst dachte oder ob der Glaube nicht unabhängig davon ist, sprich: ich kann dich toll finden, ohne dass du dich selbst toll findest. Da fände ich interessant, was Ratzinger dazu sagen würde.

GG: Vielen Dank, dass wir dieses Gespräch mit dir führen durften.

LS: Gerne doch!

 

Martin Klein