Erdkundeleistungskurse zum Schnuppertag an der Universität Wuppertal

Erdkundeleistungskurse zum Schnuppertag an der Universität Wuppertal

Abitur, und was dann? Beim Schnuppertag am Institut für Geographie und Sachunterricht der Universität Wuppertal am 15. Januar hatten die Schülerinnen und Schüler der Erdkundeleistungskurse die Gelegenheit, sich mit den beruflichen Perspektiven eines Geographen auseinanderzusetzen und sich über die Voraussetzungen und Inhalte eines Geographiestudiums ausführlich zu informieren.

Den Auftakt bildete eine Exkursion ins Zentrum von Wuppertal zur Großbaustelle am Döppersberg, wo die SchülerInnen sich mit stadtgeographischen Fragestellungen vor Ort rund um die Transformation einer autogerechten Stadt zu einer nachhaltigen Stadt der kurzen Wege kritisch auseinandersetzen konnten. Dabei wurden potentielle Auswirkungen des geplanten innenstadtnahen Outletcenters auf die Wuppertaler Innenstadt diskutiert.

Im Anschluss besuchten die Schülerinnen und Schüler die Vorlesung Humangeographie bei Prof. Dr. Andreas Keil. Zunächst stellte ein Student seine Zukunftsvisionen von der Stadt der Zukunft in Form eines Referates vor, in dem globale Herausforderungen der zukünftigen Stadtentwicklung auf der Grundlage von aktuellen innovativen Stadtentwicklungskonzepten aufgegriffen und in ein eigenes Gesamtkonzept eingebunden wurden. Im weiteren Verlauf der Vorlesung referierte Prof. Dr. Keil über zukünftige Stadtentwicklung am Beispiel des Klimaviertels Arremberg und des Ruhrgebietes. Danach lud Professor Dr. Keil zu einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit Schülern, Studenten und Lehrern rund um den Aufbau und die Inhalte eines Geographiestudiums sowie die vielfältigen Berufsperspektiven als Geograph ein.

Ein Besuch der Universitätsbibliothek sowie ein kurzer Rundgang über das Universitätsgelände rundeten den Besuchstag ab. Beim abschließenden gemeinsamen Essen in der Mensa wurde noch lange über die neu gewonnenen Eindrücke, Zukunftsperspektiven und eigene Erfahrungen mit Geographie  gesprochen. Insgesamt bot die Veranstaltung viele Impulse zur Studien- und Berufsorientierung. Ganz nebenbei erhielten die Schüler auch viele Eindrücke zur aktuellen Stadtentwicklung Wuppertals und konnten somit auch Einblicke in geographische Fragestellungen in der Praxis gewinnen.

 

Ursula Steffen
Exkursion zum Lammertzhof

Exkursion zum Lammertzhof

Bauernhofexkursion mit der Klasse 5c und Studenten des Interdisziplinäres Projekt Gesunde Ernährung für Kinder der Bergischen Universität Wuppertal am 22.01.2016

Wir essen täglich Nahrungsmittel, die in Landwirtschaftsbetrieben produziert werden. Doch wie werden Fleisch, Eier, Obst und Gemüse in der modernen Landwirtschaft erzeugt? Welche Nahrungsmittel sind gesund? Wie unterscheidet sich die ökologische Landwirtschaft von der herkömmlichen? Und was hat Essen mit unserem Klima zu tun?

Im Rahmen eines Erdkundeprojekts zur Unterrichtsreihe „Landwirte versorgen uns“  besuchte die Klasse 5c den Biobauernhof Lammertzhof in Kaarst. Bei frostigen Temperaturen und eisigem Wind lernten die Schüler in einer anderthalbstündigen Hofführung alles rund um die biologische Erzeugung unserer Lebensmittel und deren Vermarktung im Hofladen bzw. als Ökokiste. Neben der anschaulichen Darstellung, wie eng Mastschweine in der traditionellen Landwirtschaft eingepfercht werden und unter welchen unwürdigen Bedingungen sie ihr Leben fristen, konnten die Schüler die Vorteile einer ökologischen Landwirtschaft live erleben. Sie durften die Schafe füttern und die Hühner in ihrem Freigehege besuchen. Sie erfuhren über die ökologische Bestellung von Feldern und der nachhaltigen Anbau im Gewächshaus, über Fruchtfolgen und die bedarfsgerechte Düngung mit Hilfe von Leguminosen. Auch die Packstationen für die Ökokisten sowie die Vorführung der Möhrenwaschanlage standen auf dem Programm. Im Anschluss an die Führung interviewten die Schüler den Landwirt Herrn Hannen und nach einer weiteren Stunde voller Fragen und Antworten blieb noch ein wenig Zeit, den Hofmarkt zu erkunden und auf dem Spielplatz mit großer Baumschaukel und Traktor zu toben.

Die Vor- und Nachbereitung der Exkursion fand in Kooperation mit dem Fachbereich Geographie der Bergischen Universität Wuppertal statt. Gemeinsam mit Studenten des Interdisziplinären Projektes „Regionale Nahrungsmittel für Kinder“ (Dozentin Frau Dipl. Geogr. Ina Jeske) bereiteten die Schüler des Goethe-Gymnasiums die Exkursion im Unterricht vor und nach und setzen sich mit vielen Fragen rund um gesunde Ernährung auseinander. Dabei wurden umfangreiche Materialien eingesetzt, die verschiedene Studentengruppen des Interdisziplinären Projektes erstellten. Die Erarbeitung fand in Form eines Gruppenpuzzles statt und beinhaltete neben der Erarbeitung von informativen Texten, kleineren Experimenten, Erkundungsaufträgen in der näheren Umgebung und Interviews auch kreative Auseinandersetzungen mit dem Thema in Form von Gedichten, Rezepten und Tagebucheinträgen. Die Projektergebnisse wurden in Form von Sammelmappen dokumentiert und ausgestellt.

Insgesamt war das gemeinsame Projekt zwischen Schule und Universität eine lehrreiche und tolle Erfahrung für beide Seiten.

 

Ursula Steffen