NGO im Umweltschutz – Besuch von Greenpeace im Goethe Gymnasium

NGO im Umweltschutz – Besuch von Greenpeace im Goethe Gymnasium

Wir, Rouven und Frida aus der Q2, berichten hier über den Unterrichtsbesuch eines Greenpeace-Mitarbeiters am 8. Dezember 2022, im Rahmen einer Referatsreihe im Fach Biologie (Ökologie), die unser Lehrer Dr. Michael Tech mit uns durchführte.

Dr. Jürgen Borkowski, arbeitet seit vielen Jahren für Greenpeace und konnte uns daher seine Arbeit für diese NGO sehr anschaulich vorstellen.

Greenpeace wurde 1971 als Umweltschutzorganisation in Vancouver/Kanada gegründet und heute sind Büros in über 55 Ländern weltweit zu finden. In Deutschland existieren drei Büros, in Berlin, Hamburg und ein kleineres in München. Herr Borkowski stellte zunächst Ziele und Intentionen von Greenpeace vor und wie die dazugehörende Arbeit aussieht. Zur politischen Arbeit und der Vorgehensweise, mit denen die Organisation den Umweltschutz in unterschiedlichsten Themengebieten vorantreiben will, gehören unter anderem Petitionen und viele unterschiedliche Kampagnen. Als Beispiele für Protestaktionen nannte er Kletteraktionen an Atomkraftwerken oder Demonstrationen in Lützerath, einem Dorf hier in NRW, das für den Braunkohleabbau zerstört wird. Auch riskantere Aktionen, wie z.B. Fallschirmsprünge auf Containerschiffe auf dem Atlantik oder Schlauchbootblockaden von Walfangschiffen werden medienwirksam durchgeführt. Herr Borkowski erklärte uns dazu, dass solche Aktionen mit vielen intensiven Trainingseinheiten vorbereitet werden, damit sie professionell und möglichst sicher stattfinden können. Um auf einem der Schlauchboote mitfahren zu können, müssen die AktivistInnen mehrere Tage im Winter in der Nordsee unterwegs gewesen sein und viele Erfahrungen gesammelt haben.

Grundsätzlich sieht das Vorgehen, bevor neuen Aktionen oder Kampagnen veröffentlicht werden, so aus:  Die Forschungsteams, die für oder mit Greenpeace zusammenarbeiten, erarbeiten Studien zu den jeweiligen Themen und auf dieser Basis wird dann auf politischer und medialer Ebene versucht, möglichst viele Menschen zu erreichen und zu überzeugen. Ein großer Vorteil sei die Internationalität der Organisation, da die weltweite Zusammenarbeit dabei helfe, eine breite Aufmerksamkeit zu generieren und Protestaktionen vernetzter durchgeführt werden können. Ihm war besonders wichtig zu betonen, dass Greenpeace unabhängig von Politik und wirtschaftlichen Interessengruppen agiert. Die Organisation wird beispielsweise nicht von Parteien oder der UNO oder der EU finanziert und ist daher unabhängiger als viele andere Organisationen. Die Finanzierung läuft hauptsächlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Er erklärte ebenfalls, zu der politischen Arbeit von Greenpeace gehöre die Arbeit einer kleinen Lobby, die aber verglichen mit großen Konzernen sehr klein und weniger einflussreich sei.

Anhand von vielen aktuellen Beispielen und Debatten in der Politik stellte er die Ziele und Intentionen der NGO dar und veranschaulichte politische und ökologische Zusammenhänge. Beispielsweise sprachen wir über die Konsequenzen eines Tempolimits und die Lithiumbatterien in E-Autos. Des Weiteren zeigte Herr Borkowski uns, wie wir mithilfe eines Konzeptplans in der Schule im kleinen Rahmen, schon viel verändern können. Es müssten ein Thema und passende Argumente gesucht werden, Verbündete und Gegner getrennt werden und dann könne damit begonnen werden, Aufmerksamkeit für das Anliegen zu generieren. Anhand dieses Ablaufs erklärte er uns den Prozess den auch politische Themen, die zum Beispiel die Klimakrise betreffen, durchlaufen müssen, bis tatsächlich die Möglichkeit besteht, auf politischer Ebene etwas zu verändern.

Zuletzt stellte er noch die aktuelle Kampagne, die Greenpeace in Deutschland gegen den Konzern Lidl führt, vor und erklärte die Mechanismen hinter den Kennzeichnungen und Kategorien von Fleisch und Eiern. Lidl verkaufe im Gegensatz zu anderen Supermärkten immer noch Fleisch der untersten Güteklasse und außerdem sei Verwirrung bei der Kennzeichnung von tierischen Produkten vorprogrammiert. Die Kennzeichnung von Eiern folgt dem Schulnotensystem und die Klasse 1 entspricht somit der besten Note, Fleischkennzeichnungen laufen genau andersherum, Stufe 4 entspricht den bestmöglichen Haltungsbedingungen. Hier fehlt es laut Greenpeace an alltagstauglicher Transparenz, um Konsequenzen für Umwelt und Tiere für den Verbraucher verständlich zu machen.

Abschließend verteilte er Flyer, Sticker und andere Broschüren und wies darauf hin, dass es in fast jeder Stadt lokale Ortsgruppen gebe und jeder/jede sich engagieren und informieren könne. Der Vortrag in der Doppelstunde unter seiner Leitung gefiel uns sehr gut. Wir haben einen Eindruck in die Arbeit einer NGO, anhand des Beispiels von Greenpeace, bekommen und Unterrichtsgespräche über viele interessante und politische Themen geführt. Ich glaube, alle haben etwas aus diesem Vortrag mitgenommen und wünsche mir, dass jedenfalls ein kleines bisschen Interesse für den Umweltschutz bei bei allen geweckt wurde.

(von Frida Stalter, Q2)

 

Dr. Michael Tech
Journalismus goes future – Goethe Gymnasium an der Spitze

Journalismus goes future – Goethe Gymnasium an der Spitze

Am 16. Dezember 2022 erstrahlte im Verlagshaus der Handelsblatt Media Group eine meterhohe Anzeige: Herzlich Willkommen Goethe Gymnasium.

Es handelte sich aber nicht um einen gewöhnlichen Besuch, sondern Schüler/innen und Lehrkräfte waren eingeladen, um einen besonderen Preis entgegenzunehmen.

Der Verlag, in dem Deutschlands bedeutendsten Wirtschaftsnachrichten erscheinen, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche, hatten im Sommer einen besonderen Wettbewerb gestartet: Journalismus goes future.

In diesem Wettbewerb konnten Schulen digitale Beiträge einreichen, z.B. Podcasts, Apps, Websites, Blogs oder online verfügbare Texte.

Das Goethe Gymnasium beteiligte sich mit zwei Beiträgen; einem Podcast von Schülern und Schülerinnen der EF und mit der digitalen Schülerzeitung Goethe Journal, verantwortet von Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen. Beide Beiträge wurden von der Redaktion schließlich aus allen eingereichten Formaten als die Besten ausgewählt, nämlich mit dem Podcast auf Platz 1 und mit der Schülerzeitung auf Platz 2.

Um 10 Uhr begann die Veranstaltung mit dem herzlichen Willkommen im Foyer des neuen und modernen Verlagsgebäudes in der Toulouser Allee. Frau Hannah Conzen (Assistenz der Chefredaktion) und Frau Stefanine Andess de Souza (Referentin der Geschäftsführung) begleiteten durch den Tag und moderierten den Ablauf, der in einem großen Meeting-Raum begann. Dort informierten Redakteure und Mitarbeiter/innen über ihren Weg zum Journalismus. Dabei war es besonders interessant zu hören, dass viele Wege zum Traumberuf führen können: Jurastudium, Volontariate, Praktika, der Besuch einer Journalistenschule oder auch ganz ohne Studium – das wurde den Schülerinnen und Schülern noch häufig an diesem Tag erzählt. Trotz vieler Freiheiten bei der Gestaltung des Tagesablaufes, bei der Recherche und beim Schreiben wurde von allen jedoch immer wieder betont, dass für die Einhaltung der Termine eine hohe Disziplin notwendig ist. Besonders eindrucksvoll war die Live-Schaltung zum London Korrespondenten, Herrn Sascha Zastiral, der als studierter Politikwissenschaftler jahrelang in Südostasien als freier Journalist für verschiedene Zeitungen gearbeitet hatte und mit viel persönlichem Engagement auf die Fragen der Schüler/innen einging und von den Höhepunkten seiner Arbeit berichtete.

Danach ging es in die Grafikabteilung, wo die Arbeit der Fotojournalisten und digitale Bildbearbeitung zusammenlaufen. Das technische know how erhält man z.B. durch das Fachhochschulstudium „Visuelle Kommunikation“. Hier konnte man die tägliche Arbeit miterleben; wie Infografiken erstellt werden oder wie zum Thema passende Illustrationen von Grund auf künstlerisch erstellt werden und mit welchen Programmen das geschieht.

Anschließend führte Frau Conzen die Schüler/innen in die Online- und Podcastabteilung. Mit 1,6 Millionen Followern kommt dieser Abteilung eine besondere Bedeutung zu, weil hier sehr viel schneller als mit einem Printmedium, auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden kann. Die Verwaltung der Website läuft 24/7, also rund um die Uhr, und wird bereits um 06:00 Uhr morgens vom New Yorker Büro wieder nach Deutschland geschaltet. Auch das digitale Schneidepult und das Podcast-Aufnahmestudio konnten besucht werden. Hier hörten die Schüler/innen, dass man eine hohe Eigenmotivation und Disziplin für den Job mitbringen muss. Um z.B. mit der technischen Entwicklung der Programme Schritt zu halten, muss man sehr viel Eigeninitiative mitbringen, da die Medienevolution einfach schneller läuft, als Bildungsangebote von Schulen oder Universitäten bereit gestellt werden können. Zwar gibt es auch hier ein klassisches Masterstudium „Audiodesign“ als fachliche Grundlage, ansonsten heißt es aber oft: learning by doing.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen fanden sich alle noch einmal im großen Meeting-Raum zusammen. Frau Charlotte Haunhorst, die als „Head of digital“ unter anderem verantwortlich ist für Audience Development, Newsletter und Podcasts des Handelsblatts, nutzte die Chance, um die Schüler/innen nach ihrem Mediennutzungsverhalten in Bezug auf Nachrichten zu befragen und auf diese Weise Impulse für die Weiterentwicklung der digitalen Angebote zu erhalten. Um 14:00 Uhr endete die Veranstaltung und zum Schluss erhielten alle ihre Urkunden und ein Geschenkpaket mit vielen kleinen digitalen und analogen Utensilien.

Wir bedanken uns herzlichen bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Auszeichnung, die informative Führung, die wertvollen Einblicke in den Journalismus und die gesamte Organisation.

 

Dr. Michael Tech Tim Röwekämper
Exkursion zum Genlabor

Exkursion zum Genlabor

Der Bio Leistungskurs war zusammen mit ein paar sehr interessierten Schüler:innen der Bio Grundkurse am 07.12.22 unterwegs auf den Spuren des genetischen Fingerabdrucks bei KölnPUB in Frechen. Die Exkursion findet jährlich statt. Daher kamen die begeisterten Schülerinnen und Schüler auf die Idee, die Exkursion mit weniger Text aber dafür mehr Bildern in Form eines Padlets zu präsentieren. Klicken Sie auf das unten stehende Bild und erleben Sie die Exkursion in Foto und kurzen Videos!

 

Stefanie Wirth
Briefmarathon 2022 –  eine Kampagne von Amnesty International

Briefmarathon 2022 – eine Kampagne von Amnesty International

Menschenrechte gelten überall, so formulierte es stark verkürzt die Vorsitzende der Menschenrechtskommission, Eleanor Roosevelt. Und deswegen ist auch Aufgabe von uns allen, uns für die Einhaltung von Menschenrechten einzusetzen, in unserer unmittelbaren Umgebung wie auch in weiter entfernten Ländern.

Eine praktische Erfahrung mit der Situation der Menschenrechte rund um den Globus und den eigenen Möglichkeiten, sich für Menschenrechte einzusetzen, machten die Schüler und Schülerinnen der Praktischen Philosophie in der 7., 8. und 9. Klasse, indem sie am Briefmarathon von Amnesty International teilnahmen.

Sie beschäftigten sich mit mehreren Fällen von Menschenrechtsverletzung in unterschiedlichen Ländern und schrieben Petitionen an die Regierungen der jeweiligen Länder, um eine Aufhebung der Strafe, vorzeitige Entlassung oder Verbesserung von Haftbedingungen der politischen Gefangenen zu erreichen.

Außerdem verfassten sie sehr kreativ und mit Einsatz ihrer Fremdsprachenkenntnisse Briefe an die Gefangenen selbst, um diesen Mut zu machen und sich solidarisch zu zeigen.

Mache auch mit, denn ein Brief kann ignoriert werden, aber nicht hunderttausende aus aller Welt!

Du kannst auch online eine Petition unterzeichnen. Klicke dazu auf das Bild oder auf den folgenden Textlink, um zur Homepage von Amnesty international zu gelangen .

 

Susanne Mannmeusel
Jette ist Goethes beste Vorleserin!

Jette ist Goethes beste Vorleserin!

Am 29.11. ging es spannend zu beim Vorlesewettbewerb in unserer wunderschönen Schülerbibliothek des Neubaus. Wir sind sehr stolz auf die vier bereits klassenintern gewählten Klassensieger:innen Niklas Wesche (Kl. 6a), Helen Baumeister (6b), Jette Jünemann (6c) und Mats Hesse (6d), die sich alle hervorragend vorbereitet hatten und es der Jury damit sehr schwer machten. Am Ende wurde es Jette, die nun als Schulsiegerin im landesweiten Vorlesewettbewerb der Sechstklässler als Vertreterin des Goethe-Gymnasium eine Runde weiter ist.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Jette! Wir drücken die Daumen und wünschen ganz viel Spaß für den weiteren Wettbewerb (ausgerichtet von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels).

 

Sabrina Wolke-Kaminski
Exkursion zum Bioland Lammertzhof

Exkursion zum Bioland Lammertzhof

Am Freitag, dem 11.11.2022 fuhr der Erdkunde-Leistungskurs aus der Q1 zu einem Bio-Landwirtschaftsbetrieb in Kaarst-Büttgen, dem Lammertzhof. Diese Exkursion wird jährlich im Rahmen des Themas „Agrobusiness“ durchgeführt. Begleitet wurden die Jugendlichen durch Claudia Schall und Jens Hühner. Lesen Sie hier einen Bericht dreier Teilnehmerinnen:

Nachdem wir uns bereits mehrere Wochen mit verschiedenen Arten von Landwirtschaft auseinandergesetzt hatten, durften wir uns dies am Beispiel des Biolands in Kaarst genauer angucken. Der Lammertzhof ist schon seit mehreren Generation im Familienbesitz von Familie Hannen. 

Wir hatten das Glück, eine Führung durch Heinrich Hannen, dem Inhaber des Bio-Betriebs,  zu bekommen. Durch ihn erfuhren wir, dass auch in diesem Betrieb vor nicht allzu langer Zeit konventionelle Landwirtschaft betrieben wurde. Nachdem Heinrich Hannen sich bewusst wurde, wie viele beunruhigende Folgen durch die konventionelle Landwirtschaft entstehen, konnte er seine Eltern überzeugen. Seit 1989 arbeitet das Unternehmen nach den Prinzipien des Biolandbaus. 

Genau diese Begeisterung durften wir von dem Inhaber, aber auch von den Mitarbeitern erfahren. Heinrich Hannen lebt für seinen Bio-Betrieb und versucht ihn Jahr für Jahr noch umweltfreundlicher und nachhaltiger zu machen. Diese positive Energie durften wir miterleben. Nachdem er uns stolz sein Unternehmen gezeigt hatte, stand eine Verkostung für uns an. Wir durften von Tomaten, über Fenchel, bis zum Salat alles probieren. Dabei fiel uns allen auf, dass das Gemüse viel intensiver und leckerer schmeckte, als in einem herkömmlichen Supermarkt. 

Während der ganzen Führung wurden wir von den frei herumlaufenden Hühnern verfolgt. Diese machten auf unseren Kurs einen sehr glücklichen und gesunden Eindruck. Nachdem in einer Abschlussrunde noch offene Fragen geklärt wurden, sind wir in den Hofladen des Hofes gegangen. Hier bieten sie neben ihren eigenen Produkten noch viele andere Bio-Produkte an.

(von Madleen, Nina und Caren, Q1)

 

Claudia Schall