Schutzkonzepte am Goethe Gymnasium
Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt
Im September 2016 Begann NRW als erstes Bundesland die Handlungsempfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Vorbeugung und Aufarbeitung sexueller Missbrauchsfälle und von Gewalthandlungen an Schulen umzusetzen. Die Schulen in NRW wurden angewiesen mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ passende Schutzkonzepte zu entwickeln. Zahlreiche Institutionen, Behörden und private Vereine bündelten daraufhin umfangreiche Informationspakete, die das Ministerium den Schulen zur Verfügung stellte. Damit sollten Schutzkonzepte entwickelt werden, die der Schülerschaft, dem Kollegium und den örtlichen Gegebenheiten am besten gerecht werden.
Im Schuljahr 2017/18 begann das Goethe Gymnasium mit der Arbeit, das zu diesem Zeitpunkt bereits ein gut eingespieltes Team aus Schulsozialarbeit, speziell ausgebildeten Lehrkräften im Bereich Beratung und Mediation und einem Krisenteam besaß und die Präventions- und Interventionsstrukturen am Goethe Gymnasium bildete.
In der Arbeitsgruppe waren neben diesen Lehrkräften auch Eltern und Schüler/innen beteiligt, die in der fast einjährigen Arbeit in vielen Sitzungen ihre Perspektive beitrugen und wichtige Impulse gaben.
Das fertige Schutzkonzept, das man hier einsehen kann, ist Teil des Schulprogramms und wurde im Rahmen einer ganztägigen schulinternen Lehrerfortbildung implementiert
Schule ohne Rassismus und das Schutzkonzept gegen Diskriminierung
2023 entschieden sich Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte der Schulkonferenz sich auch mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen. Um das Vorhaben wirkungsvoll umzusetzen bewarb sich das Goethe Gymnasium um das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, hinter dem ein großes Netzwerk an Institutionen, Behörden und Vereinen steht, die das Projekt und die Umsetzung personell und materiell unterstützen. Obwohl das Goethe Gymnasium mit fast 1000 Schüler/innen aus über 80 Nationen ohne nennenswerte Probleme funktioniert, wurde die Bewerbung von einer großen Mehrheit unterstützt und am 04. September 2024 wurde das Siegel in einer kleinen Feierstunde verliehen. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Durch Initiative der beteiligten Lehrkräfte und der Schüler/innen der SV wird das Projekt seitdem kontinuierlich weiterverfolgt. Neben der Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus“ entschieden wir uns dazu, analog zum „Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt“ eines gegen Rassismus und Diskriminierung zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse und Verhältnisse des Goethe Gymnasiums zugeschnitten ist. Auch diesem Konzept ging ein Jahr regelmäßiger Treffen mit Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften voraus und wurde im Sommer 2026 in den Gremien der Lehrerkonferenz und der Elternpflegschaft vorgestellt.
Unterstützung für Schüler/innen und Lehrkräfte
Darüberhinaus arbeiten das Krisenteam, die Schulsozialarbeit und die Schüler/innen der SV kontinuierlich an weiteren Unterstützungsangeboten. So bieten z.B. das Sozialkompetenzprogramm „Lions Quest“ in den Klassen 5-6, das einwöchige Selbstbehauptungstraining der Klassen 6, das Projekt „Schlau NRW“ zur sexuellen Selbstbestimmung in allen Klassen 8 oder die Handreichung für Lehrkräfte „Sicherheit am Goethe Gymnasium“ (nur für den internen Gebrauch!) viele Impulse, um das tägliche Miteinander sicher, friedvoll und harmonisch zu gestalten.
