Zu Besuch bei den ersten Christen am Rhein – die Schülerwallfahrt 2017

Zu Besuch bei den ersten Christen am Rhein – die Schülerwallfahrt 2017

Einmal im Jahr machen wir uns am Goethe-Gymnasium auf den Weg der Schülerwallfahrt.

Also bestiegen diesmal wieder etwa 40 reiselustige Kleine und Große aus den verschiedenen Religionsgruppen am 3. Mai den Bus, der uns zweitausend Jahre zurück in die Vergangenheit zu Martha und Rufus fuhr.  Die beiden gehörten zu den ersten Christen am Rhein und lebten in der Colonia Ulpia Traiana, der römischen Stadt neben dem heutigen Xanten. Die römische Stadt entstand in der Nähe eines großen Militärlagers, das die Grenze zwischen dem römischen Reich und den Germanen bewachen sollte. Aus einer kleinen Siedlung wurde nach und nach eine richtige römische Stadt mit einem Rhein-Hafen, Wohnsiedlungen, Tempeln, Thermen und sogar einem Amphitheater. Zur Blütezeit der Stadt lebten dort mehr als zehntausend Menschen.

Martha und Rufus zeigten uns, wie man als Christ in einer römischen Stadt lebte. Wir haben uns ihre Wohnhäuser angeschaut und uns vom Herrenmahl in der Hauskirche erzählen lassen. So ein Herrenmahl haben wir dann auf der Wiese in etwas vereinfachter Form auch gleich einmal ausprobiert. Die beiden haben uns erklärt, was bei ihnen anders als im römischen Tempel läuft und warum sie nicht gerne zu den blutigen Spielen ins Amphitheater gehen. Dass es gefährlich sein konnte, Christ zu sein, hat uns der heiligen Viktor erzählt, der als Märtyrer im Xantener Dom begraben liegt. Wo wir schon mal in der Nähe waren, haben wir auch ihm einen Besuch abgestattet und einige fetzige Lieder vorgesungen. Er hat ziemlich gestaunt, was in zweitausend Jahren aus seinem Glauben an Jesus geworden ist.

Am Nachmittag ging es dann wieder mit unserem Bus zurück in die Gegenwart, in der wir immer noch eine ganze Reihe Spuren von Martha und Rufus finden können.

Wer auch einmal einen Tag in das römische Reich reisen will, findet unter www.apx.lvr.de alle wichtigen Informationen. In einer guten Stunde ist man da und am Xantener Marktplatz gibt es ein super Eis!

 

Martin Klein
Erfolgreiche Premiere des Differenzierungskurses Deutsch/Theater

Erfolgreiche Premiere des Differenzierungskurses Deutsch/Theater

Am 1. Juni 2017 feierte das im Unterricht entwickelte und selbst geschriebene Theaterstück des diesjährigen Differenzierungskurses Deutsch/Theater Premiere. Das Interesse war groß und so konnten die Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen ihr Stück vor einer ausverkauften Aula mit über 230 Gästen präsentieren. Bemerkenswert war hier der hohe Anteil von Schülerinnen und Schülern aus allen Jahrgangsstufen im Publikum. Mit einer „herrlichen Ehrlichkeit“, wie eine Zuschauerin bemerkte begeisterten die 22 Akteure zwischen 14 und 16 das Publikum. Das war Theater von Schülern für Schüler, aber wie im anschließenden „Nachgefragt“ deutlich wurde, waren die Themen, Gedanken und Probleme des Stücks sicher nicht nur auf Jugendliche beschränkt, da „manche Dinge sich nie ändern werden“, was eine Mutter anmerkte. Wir möchten uns auch herzlich bei dem Differenzierungskurs Deutsch/Theater der Klassen 8 unter der Leitung von Frau von Busekist bedanken, die tatkräftig beim Einlass geholfen haben und souverän vor einem großen Publikum die Gesprächsrunde mitgestaltet haben. 

Bin ich schön genug? Was ist, wenn sie nichts von mir wissen will?

Wie viel Kilo soll ich diesen Sommer abnehmen? Was mache ich eigentlich nach dem Abi? Erwachsenwerden ist gar nicht so leicht.

Dies merken auch Emma, Isabelle und Flo, die kurz vor ihrem 16. Geburtstag stehen. Flo weiß nicht, wie er Lotti sagen soll, dass er sie liebt, Isabelle will einfach nur schön und beliebt sein und Emma ist lesbisch und weiß nicht wie sie das den anderen sagen soll. Was wird sich nach ihrem 16. Geburtstag alles verändern? Wer wird sich verändern? Und… wofür überhaupt?

Der Erwartungsdruck ist hoch und was ist, wenn man die Erwartungen nicht erfüllen kann? Wenn man ein paar Kilo zu viel auf den Hüften hat, nicht weiß, was man mit seinem Leben überhaupt machen soll und diese nervigen Gefühle auch noch da sind. Ja, dann denkt man schon manchmal… Scheiße!

Humorvoll und dann wieder ernst gehen die jugendlichen Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Differenzierungskurs Deutsch/Theater diesen Fragen nach und erforschen und reflektieren das Spiel zwischen Distanz und Nähe, die Suche nach Akzeptanz und die Erfahrung mit Sexualität.

Einige schöne Momente hat Lara Alles mit ihrer Kamera eingefangen. Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen

Von und mit | Alina Akhmadeeva, Sufiyan Al Basheer, Gabriela Bukic, Ivana Cvrkic, Frieda Flamisch, Amelie Haas, Zoe Höllfritsch, Lioba Kiefer, David Krafzig, Maaike Krämer, Amelie Lokat, Paula Marks, Maja Marek, Juliet Nwakanma, Elisa Palumbo, Marine Reynier, Anna Rudenko, Luis Sauer, Jenny Seitz, Johann Wehrmeister, Luise Westphal, Antonia Wiskemann

Technik | Justus Brinkmann| Stefan Heitz | Malte Schümann
Spielleitung | André Valente
Mitarbeit | Julietta Bandel, Jakob Pfafferodt

 

André Valente
MOVE! Kunstausstellung in Matthäi

MOVE! Kunstausstellung in Matthäi

Die Kunstkurse der Stufe EF, unter Leitung von Martin Döhr, Julia Roovers und Annette Stöckler,  laden ein zur diesjährigen Ausstellung in der Matthäikirche vom 30.6. bis 6.7.2017. Unter dem Titel MOVE ! Was sich bewegt – Was mich bewegt zeigen wir ein Spektrum von Arbeiten zum Thema Bewegung, das Plastiken, Trickfilme, Zeichnung und Malerei umfasst. Bei einer Ausstellung am Wochenende des Grand Départ der Tour de France in Düsseldorf darf natürlich das Motiv Sport und Fahrrad nicht fehlen. Aber Bewegung ist ebenso Veränderung, Verwandlung, Entwicklung …
Die Vernissage ist am Freitag den 30.Juni 2017 um 19 Uhr. Kunstinteressierte, Neugierige, Freunde, MitschülerINNEN, Kollegen und Kolleginnen sind dazu herzlich eingeladen.
Von Montag bis Donnerstag ist die Ausstellung während der Unterrichtszeit – von 8:00 bis 13:20 Uhr geöffnet. EF-SchülerINNEN führen Aufsicht und sind gerne bereit Auskunft zu geben. Es ist geplant, dass auch wieder Turmbesteigungen möglich sind.
Geisterstunde auf Schloss Eulenstein

Geisterstunde auf Schloss Eulenstein

Musical-Aufführung des Unterstufenchores

Dienstag, 20. und Donnerstag, 22. Juni 2017 – 19 Uhr

Karla von Radau, Schlossherrin auf Schloss Eulenstein, ruft zur Geisterstunde. Alle Geister von nah und fern sind gekommen, um nach langer Zeit wieder einmal kräftig zu spuken. Die kleine Hexe hat eine Krachmaschine erfunden, die beim anstrengenden Spuken helfen soll. Doch plötzlich taucht Fritz von Rabbatz auf, stört die Geisterstunde und will die Krachmaschine, dieses Wunder der Spuktechnik, stehlen. Aber da hat er nicht mit dem 1000-jährigen Flaschengeist gerechnet, der sich seine Geburtstagsfeier nicht verderben lassen will. So muss der große Geisterrat zusammen treten, um das Problem zu lösen.

Gesanglich und schauspielerisch wird das Musical von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-7, dem Unterstufenchor, dargestellt. Musikalisch unterstützt wird der Chor von einer kleinen Band aus Klavier, Schlagzeug, Saxophon und Flöte.

Geeignet für alle Zuschauer von 0-100 Jahren.

Vorstellungen: Dienstag, 20. und  Donnerstag, 22. Juni 2017 – 19 Uhr
Aula Goethe-Gymnasium Düsseldorf
EINTRITT : 3€ (Schüler) / 5€ (Erwachsene), ab 12.6. in den großen Pausen vor dem Sekretariat

 

Caroline Piffka
2. Platz beim Save-Food-Schulwettbewerb

2. Platz beim Save-Food-Schulwettbewerb

Die Klasse 8a hat beim diesjährigen Save-Food-Schulwettbewerb einen tollen zweiten Platz erreicht. Der Wettbewerb mit insgesamt 39 Projektgruppen fand unter der Schirmherrschaft der Initiative Save Food und ihren Partnern (Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Messe Düsseldorf) statt.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse haben sich im Politik-Unterricht mit dem Thema Lebensmittelverschwendung auseinandergesetzt und einen eigenen Ratgeber entwickelt. Dieser enthält viele nützliche Informationen für den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. So kann man beispielsweise lernen, wie der Kühlschrank richtig eingeräumt wird oder wie es möglich ist, abgelaufene Lebensmittel weiter zu nutzen. Ziel ist es, die Menschen dazu anzuregen, ihr eigenes Verbrauchsverhalten zu hinterfragen und einen eigenen Beitrag gegen die enorme Lebensmittelverschwendung zu leisten.

Die Freude war groß, als die Schülerinnen und Schüler im April erfuhren, dass ihr Ratgeber mindestens den dritten Platz erreicht hat. Ganz nach dem Motto „Jetzt wollen wir auch gewinnen“ machten sich alle an die Arbeit, um eine Präsentation für den „Tag der Schulen“ auszuarbeiten. Am 4. Mai fand dieser im Rahmen des Save Food Kongresses auf dem Messegelände in Düsseldorf statt.

In Eigenregie entschied sich die Klasse dafür, ihren Ratgeber mithilfe einer selbst inszenierten Talkshow zu präsentieren. Diese Form der Präsentation kam bei der Jury sehr gut an und wurde schlussendlich mit dem zweiten Platz belohnt.

Die Überreichung eines Schecks in Höhe von 750 Euro rundete den erfolgreichen Tag ab. „Jetzt müssen wir uns schnell überlegen, was wir mit dem Geld machen“, sagten die sichtlich stolzen Schülerinnen und Schüler der Klasse.

 

Tim Röwekämper
Goethe-Schüler spenden für den Südsudan

Goethe-Schüler spenden für den Südsudan

„Die Politik AG des Gymnasiums sammelte zunächst nur Kupfergeld auf dem Schulhof, am Ende trugen die Schüler 1860 Euro zur Bank.

Von Marc Ingel, Rheinische Post

Angefangen hat alles mit ein paar Cent. Die sammelten die Teilnehmer der Politik AG am Goethe-Gymnasium auf dem Schulhof bei Mitschülern ein – mit dem klaren Ziel, das Geld zu spenden. Auch der Empfänger war schnell klar: ein UN-Hilfsprojekt im Südsudan. „Alle sagen immer, wenn ich nur einen Euro spende, bringt das doch nichts. Wir wollten das Gegenbeispiel erbringen: Wenn viele zusammen etwas unternehmen, bringt das eben doch etwas. Im Kollektiv sind wir stark, das war die Botschaft“, erklärt Lilly Samen.
[…]
Der Einsatz hat sich letztendlich gelohnt: Über das „UN World Food Programme“ wurde die Initiative „Share the meal“ (Teile dein Essen) ins Leben gerufen. Für den Südsudan wurde im Februar kurzfristig eine Nothilfe-Kampagnen gestartet, binnen kürzester Zeit kam das Geld für eine Million Mahlzeiten zusammen. „Und 4650 davon kamen von uns“, erzählt Lilly Samen.

Die Politik AG am Goethe-Gymnasium setzt damit ein gute Tradition fort, aktuelle Themen von Bedeutung nicht nur aufzugreifen und zu besprechen, sondern dann auch tätig zu werden. Einmal die Woche trifft sich die Gruppe in der Schule, der Altersunterschied von bis zu fünf Jahren ist kein Problem, beteuern alle Beteiligten. Der gemeinsame Nenner ist das Interesse für politische Zusammenhänge, wobei daraus resultierende Aktionen bewusst auch im Kleinen ansetzen dürfen. „Flüchtlingshilfe steht bei uns natürlich im Fokus, wir denken aber auch darüber nach, uns für Pfandringe an der Schule einzusetzen“, sagt Anina Petz. Das Feedback muss dann nicht immer weltbewegend sein. „Share the meal hat unseren Facebook-Eintrag geliked. Das reicht uns schon als Bestätigung“, sagt Alina Buzzanca.“

Lesen Sie hier den ganzen Artikel, wie er am 10. Mai 2017 in der Rheinischen Post erschienen ist

 

Dominik Borner